Anfang der zweiten Hälfte meines Praktikums: Berichte und Besuche

Donnerstag, 10.04.2014

Mein Blogeintrag verspätet sich wieder, aber ich fühle mich irgendwie entschuldigt. In den letzten Tagen war ich zusätzlich mit dem Schreiben von Berichten beschäftigt, weil ich es am Anfang irgendwie falsch verstanden habe, und ich dachte, dass für die Blog-Schreiber die Führung des Berichtsheftes nicht mehr obligatorisch ist. Zum Glück habe ich aber doch von Anfang an Notizen über meine Aufgaben hier an der MCAST gemacht und dank diesen habe ich es geschafft, das Berichtsheft nachzuholen. Es ist jetzt wieder auf dem aktuellen Stand. Als nächstes kommt langsam der EuroPass. Da bleibe ich aber nicht hinterher. Ich habe die ersten Daten bereits angegeben und mir das Ganze angeschaut. Das Schreiben wird folgen...

April ist bei mir voll von Besuchen – meine kleine Wohnung ist ganz ausgebucht . Vor einer Woche habe ich mit meiner Schwester vorläufig ihr Geburtstag gefeiert. Es war schön, sie nach mehr als einem Jahr wieder zu sehen. Da sie seit Jahren eine leidenschaftliche Reiterin ist, habe ich für uns eine Sonnenuntergang Reittour in der Nähe von Golden Bay gebucht. Es war für mich (ähnlich wie bei Sarah) die allererste Erfahrung mit den Pferden aber so wunderschön und romantisch, dass es lange in meiner Erinnerung bleiben wird: beim Sonnenuntergang auf den Kliffen auf einem Pferd zu reiten . Das klingt so unglaublich kitschig, in der Realität war es aber ein sehr schönes Erlebnis.

Nächste Woche kommt wieder mein Mann zum Besuch, diesmal mit seinen Kindern und so werden wir in einer lustigen Kompanie die Osterzeit feiern. Die Atmosphäre in meiner Wohnung wird wieder lebendiger, weil sonst dort Stille und Ruhe herrschen. Die meiste Freizeit verbringe ich doch allein. Ausgenommen natürlich den Maltesisch Kurs und die Besuche meines Vermieters und seiner unzähligen Cousins, die immer wieder etwas bei mir reparieren müssen. In dem Maltesisch Kurs habe ich keine besonderen Kontakte anknöpfen können, weil die meisten Teilnehmer viel älter sind, als ich und wir haben irgendwie keine gemeinsame Themen.

Auf Arbeit fühle ich mich dafür nie allein oder einsam. Mittlerweile kenne ich mehrere Personen, die auf meiner Etage oder im Büro des Präsidenten von MCAST arbeiten und so bei jedem Küche-Besuch habe ich die Möglichkeit, mein Englisch zu üben. Das Hauptthema in der letzten Zeit ist das Ukraine-Konflikt. Da viele Menschen gehört haben, dass ich aus Polen komme, erwarten sie von mir eine Einschätzung der Situation. Abrer ich fühle mich eher kein Osteuropa-Expert zu sein und ich kann die Situation überhaupt nicht neutral und mit Distanz beurteilen.

Ab und zu bin ich auch mit meiner Ausbilderin unterwegs. Es ist hier nähmilich üblich, dass die Mitarbeiter persönlich Unerlagen bei den anderen MCAST Instituten oder Behörden einreichen ohne die Post zu nutzen. Wenn etwas wichtig ist, schickt man es nicht per Post. Und so, ab und zu, machen wir uns mit dem Auto auf den Weg, ein paar Unterschriften zu holen und dann machen wir auch zusammen die Pause, um  gemeinsam Mittag zu essen. Antoinette hat mir eine Bar für Mitarbeiter der Reparaturwerft gezeigt, wo man sehr gut und sehr günstig Mittag essen kann. Die Bar ist gegen mittag immer super voll und alle stauen sich über einen Zettel aus einem einfachen Notizblock, auf dem das Manu geschrieben wird. Es gibt nämlich nur ein Exemplar davon. Nachdem man aber das Essen bestellt, kann man sich in aller Ruhe in der Sonne entspannen. Das einzige Problemm stellt für mich die Menge des Essens auf dem Teller vor. Die Portionen sind für kräftige Mitarbeiter der Werft vorgesehen und für mich würde eine Portion für 3 Tage reichen.

Auf Arbeit habe ich jetzt wieder neue Aufgaben bekommen. Da viele Studenten und Mitarbeiter vom Ausland zurückgekommen sind, soll ich das Mobility Tool vervollständigen. Am wichtigsten dabei ist es, das tatsächlich verwendete Budget zu berechnen.

Die zweite Aufgabe ist etwa umfangreicher und ich werde mit ihr sicher noch in den nächsten Tagen beschäftigt. Ich soll Souvenirs und ähnliche Sachen aussuchen, die vom International Office als Geschenke für ausländische Partner Anwendung finden könnten. Am Anfang soll ich also Internetrecherchen machen, dann aber auch die Angebote einholen. Diese Aufgabe wird auch bestimmt eine gute Gelegenheit sein, maltesisches Gesetz für öffentliche Ausschreibungen ein bisschen kennenzulernen.

Soweit die Neuigkeiten aus Malta. Ich wünsche allen Leser meines Blogs eine schöne Osterzeit und bis bald.